Die Einführung des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen

Durchführung: Prof. Dr. Otfried Jarren, Universität Hamburg, Institut für Journalistik

Ziel dieser Untersuchung ist die Frage nach den Auswirkungen, die der lokale Hörfunk auf die sogenannte "politische Kultur" in vier ausgewählten Kommunikationsräumen in Nordrhein-Westfalen hatte und hat. Die mit der Einführung der Lokalradios verbundenen Veränderungen in der örtlichen Sozial-, Kommunikations-, Interessen- und Medienstruktur werden in den Verbreitungsgebieten des lokalen Hörfunks Duisburg, Siegen-Wittgenstein, Hamm und Bielefeld empirisch analysiert und bewertet. Konkret wird untersucht, ob der lokale Hörfunk zu einer Verbesserung der lokalen Kommunikation und zu einer Verbesserung der Integration von "Problemgruppen" in die örtliche Gemeinschaft beiträgt, einen Beitrag zur Pluralisierung lokaler Machtstrukturen und zur Verbesserung der sozio-kulturellen Milieus zu leisten vermag und den publizistischen und journalistischen Wettbewerb in den jeweiligen Kommunikationsräumen fördert.

Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die Einführung des lokalen Rundfunks in Nordrhein-Westfalen für die "kommunale Kommunikation" in allen Gebieten nicht ohne Wirkung ist. Die Auswirkungen selbst sind allerdings von den Rahmenbedingungen abhängig. Die Studie selbst enthält weiterhin eine Journalistenbefragung, eine Zeitungsanalyse sowie Fallstudien zu bestimmten Sonderthemen (u.a. zum Thema Frauen und Lokalfunk).

Publikation:

Otfried Jarren, u.a.: Die Einführung des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen. Elektronische Medien und lokalpolitische Kultur. Opladen (Leske + Budrich), 1993. LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 8