Werbung in Telemedien

Auch im Internet gilt: Werbung muss als solche klar erkennbar und vom übrigen Inhalt der Angebote eindeutig getrennt sein (§ 58 Absatz 1 Rundfunkstaatsvertrag). Wenn also Geld oder geldwerte Leistungen für die Präsentation von Produkten fließen, müssen die werblichen Aussagen eindeutig als solche erkennbar sein. Insofern gilt der aus dem Fernsehen bekannte Trennungsgrundsatz von Werbung und Programm auch hier. Die Werbebestimmungen aus der klassischen Regulierung im TV können (nach § 58 Abs. 3 Rundfunkstaatsvertrag) bei fernsehähnlichen Inhalten "entsprechend" angewendet werden. Das heißt, es ist möglich, die Besonderheiten des Mediums Internet zu berücksichtigen.

Tipps für die Kennzeichnung werblicher Inhalte in Social Media-Angeboten finden Sie hier. Die Kennzeichnungsmatrix der Medienanstalten gibt Antworten auf Fragen zur Werbekennzeichnung und auch zur Produktplatzierung in sozialen Medien wie YouTube, Facebook, Twitter, Instagram und in Blogs. In dem Leitfaden wird unter anderem auch darauf hingewiesen, dass Kennzeichnungen wie „#ad“, #sponsored by“ oder „#powered by“ auf Twitter oder Instagram möglicherweise nicht ausreichend sind.

Sie haben ein Social Media-Angebot von einem Anbieter aus NRW besucht, das Ihrer Ansicht nach Werbung darstellt, ohne dass hierauf aufmerksam gemacht wird? Schicken Sie uns einen entsprechenden Hinweis, wir gehen dem gerne nach.