
Freiheit schützen – Recht gemeinsam sichern
Veranstaltung am 26. November 2026 in der Landesanstalt für Medien NRW
Demokratie braucht freie Meinungsbildung. Doch die Bedingungen dafür verändern sich rasant: Künstliche Intelligenz, Manipulation und neue Kommunikationsformen prägen zunehmend die digitale Öffentlichkeit. Sie eröffnen neue Möglichkeiten, schaffen aber auch neue Herausforderungen für Medienregulierung, Medienkompetenz und den Schutz von Meinungsvielfalt.
Gerade deshalb ist der Austausch innerhalb der Medienanstalten und mit unseren Partnerbehörden wichtiger denn je. Gemeinsam möchten wir darüber sprechen, wie wir Orientierung geben, Vielfalt schützen und unsere Aufgaben auch unter veränderten Rahmenbedingungen wirksam erfüllen können. Bei „Freiheit schützen – Recht gemeinsam sichern“ wollen wir mit Ihnen und Euch aktuelle Entwicklungen einordnen, Erfahrungen teilen und gemeinsam Ideen entwickeln, wie wir Demokratie, Meinungsfreiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt auch in Zukunft stärken.
Daher freuen wir uns, Sie und Euch am 26. November 2026 zu „Freiheit schützen – Recht gemeinsam sichern“ in der Landesanstalt für Medien NRW (Zollhof 2, 40221 Düsseldorf) begrüßen zu dürfen. Beginn ist um 11:30 Uhr, Einlass ab 11:00 Uhr.
Nach der Begrüßung durch unseren Direktor Dr. Tobias Schmid und einem Impuls von Prof. Dr. Paulina Starski beziehungsweise der Landesanstalt für Medien NRW zu den Auswirkungen der letzten Landtagswahlen auf die Medienstaatsverträge, kümmern wir uns nach einem gemeinsamen Mittagessen um einige zentrale Themen, die unsere Arbeit aktuell besonders prägen.
In vier Workshops möchten wir gemeinsam Erfahrungen austauschen, Herausforderungen diskutieren und neue Impulse für die Medienanstalten entwickeln:
Workshop 1: Medienkompetenz neu gedacht? Risiken, Schwerpunkte, Perspektiven
Leitung: Robert de Lubomirz-Treter und Dr. Desiree Steppat
Medienkompetenz bleibt eine zentrale Voraussetzung für Orientierung und Teilhabe in digitalen Räumen. Gleichzeitig verändern sich die Herausforderungen, mit denen Nutzerinnen und Nutzer konfrontiert sind, rasant: Desinformation, Radikalisierung und sexualisierte Gewalt verbreiten sich über Plattformen und Kommunikationsräume, die insbesondere junge Menschen täglich nutzen. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an Prävention und Aufklärung.
In Workshop 1 bei „Freiheit schützen – Recht gemeinsam sichern“ stellen wir als LFM NRW zur Diskussion, wie Medienkompetenzarbeit künftig noch stärker an tatsächlichen Risikolagen und Mediennutzungsgewohnheiten ausgerichtet werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie begrenzte Ressourcen möglichst wirksam eingesetzt werden können: Welche Themen sollten prioritär behandelt werden? Über welche Formate und Kanäle erreichen wir welche Zielgruppen? Und wie gelingt es, Präventionsangebote dort sichtbar zu machen, wo Risiken entstehen?
Die mabb ergänzt diese Perspektive um den Bereich Nachrichten- und Informationskompetenz und bringt Erfahrungen dazu ein, welche Fähigkeiten Menschen benötigen, um Informationen kritisch einzuordnen und sich sicher in digitalen Informationsräumen zu bewegen. Und über welche Wege das am besten funktioniert.
Der Workshop lädt alle Landesmedienanstalten zum Austausch über strategische Schwerpunkte, erfolgreiche Praxisansätze und gemeinsame Herausforderungen ein. Ziel ist es, Impulse für eine zukunftsfähige Medienkompetenzarbeit zu entwickeln, die relevant und wirksam, zielgruppenorientiert, reichweitenstark und nah an den Lebenswelten der Menschen ist.
Workshop 2: KI-Potenziale für die Arbeit der Landesmedienanstalten erkennen und erschließen
Leitung: Dr. Janina Fölting, Oanh Nguyen, Caio Ponce de Leon
Wie setzen die Landesmedienanstalten Künstliche Intelligenz bereits ein? Welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten gibt es und welche Herausforderungen bestehen bei der Umsetzung? Dieser Workshop bietet Raum für einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch und die Diskussion konkreter KI-Anwendungsfälle und -Strategien. Zum Einstieg tauschen sich die Teilnehmenden über den aktuellen Stand des KI-Einsatzes in ihren Landesmedienanstalten aus: Welche Erfahrungen wurden bereits gesammelt? Welche Ideen für KI-Use-Cases gibt es? Wo liegen aktuell die größten Hürden? Anschließend stellen einzelne Medienanstalten jeweils einen konkreten KI-Anwendungsfall aus ihrer Praxis vor und berichten über ihre bisherigen Erfahrungen. Auf dieser Grundlage diskutieren die Teilnehmenden gemeinsam, welche weiteren Potenziale KI für die Aufgaben und Arbeitsprozesse der Landesmedienanstalten bietet und wo sich Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ergeben.
Workshop 3: Strategieplanung Digital Services Act: Braucht es eine Überarbeitung des digitalen Grundgesetzes der EU?
Leitung: Michel Winkels und Anna Magdalena Höwener
Der Digital Services Act (DSA) gilt in der EU als das „Grundgesetz für das Internet“ und steht bis Ende 2027 vor seiner ersten umfassenden Evaluation. Bereits in den kommenden Monaten werden die Weichen für diese Überprüfung gestellt. Für die Medienanstalten ist das von besonderer Bedeutung: Sie sind mitverantwortlich bei der Durchsetzung des DSA, arbeiten mit dem Digital Services Coordinator zusammen und bringen ihre Perspektive über das European Board for Digital Services in die europäische Regulierung ein.
Doch welche Anpassungen braucht der DSA künftig? Wo bestehen Lücken, wo hat sich das Regelwerk bewährt und welche Rolle sollten die Medienanstalten in seiner Weiterentwicklung spielen?
Im Workshop stellt das Europateam der LFM NRW einen ersten Vorschlag für die strategische Positionierung der Medienanstalten vor. Anschließend soll dieser gemeinsam diskutiert und weiterentwickelt werden. Die Arbeitssitzung richtet sich insbesondere an die Mitglieder der AG Europa und bietet bewusst Raum für unterschiedliche Perspektiven, um konkrete Impulse für die anstehende europäische Debatte zu erarbeiten.
Workshop 4: 72 Fragen in 24 Stunden? Wie die Pressestellen der Medienanstalten unter Druck souverän bleiben
Leitung: Timothy Cullen und Felicia Evertz
72 Fragen innerhalb von 24 Stunden beantworten. Ist das die neue Normalität der Pressearbeit der Medienanstalten? Wenn Gerichtsentscheidungen, Aufsichtsverfahren, politische Debatten oder virale Aufregerthemen die Öffentlichkeit beschäftigen, steigt der Erwartungsdruck rasant. Antworten werden sofort erwartet, Ressourcen bleiben begrenzt.
Doch was muss tatsächlich beantwortet werden? Wo liegen kommunikative und rechtliche Spielräume? Wie setzt man Prioritäten, wenn alles gleich dringlich und dringend erscheint? Und wie gelingt es, auch unter Hochdruck einen kühlen Kopf zu bewahren, statt sich von der nächsten Schlagzeile treiben zu lassen?
In diesem Workshop diskutieren wir die besonderen Herausforderungen der Pressearbeit der Landesmedienanstalten. Gemeinsam mit einem externen Kommunikationsexperten werfen wir einen Blick auf den Umgang mit hoher Medienaufmerksamkeit, journalistischen Erwartungen und Krisensituationen. Anhand konkreter Praxisfälle aus dem Alltag der Medienanstalten tauschen wir Erfahrungen aus und diskutieren Strategien für eine souveräne Kommunikation unter Druck.
Dabei soll auch das Presserecht mitgedacht werden: Welche Auskunftspflichten bestehen gegenüber Medien? Welche Fristen sind angemessen? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Transparenz, Verfahrensschutz und strategischer Kommunikation? Der Workshop verbindet Praxis, Erfahrungsaustausch und rechtliche Einordnung zu einer der zentralen Herausforderungen moderner Medienarbeit.
ANMELDUNG
Hier können Sie sich für die Veranstaltung und die Workshops anmelden.
DAS PROGRAMM
| ab 11:00 Uhr | Einlassbeginn |
| 11:30 Uhr | Begrüßung Dr. Tobias Schmid & Impulsvortrag |
| 12:30 Uhr | Mittagessen |
| 13:15 Uhr | Workshops |
| 14:45 Uhr | Kaffeepause |
| 15:00 Uhr | Präsentation und Diskussion der Workshop-Ergebnisse & Wrap-up |
| 16:00 Uhr | Gemeinsamer Ausklang |
| 16:30 Uhr | Kölsch und Currywurst im Eigelstein |

Landesanstalt für Medien NRW
Zollhof 2
40221 Düsseldorf
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Telefon: 0211 770070
E-Mail: info@medienanstalt-nrw.de
Bahnverbindungen
Straßenbahn 707 nach D-Medienhafen, Kesselstraße
Haltestelle Wupperstraße
(5 Minuten Fußweg)
Straßenbahn 709 nach Neuss Theodor-Heuss-Platz
Haltestelle Stadttor
(7 Minuten Fußweg)
S-Bahn S8 nach Mönchengladbach
S-Bahn S11 nach Bergisch Gladbach
S-Bahn S28 nach Kaarst Kaarster See
Haltestelle Völklinger Straße
(10 Minuten Fußweg)
Parkmöglichkeiten
Q-Park Medienhafen / Kino
Zollhof 30
40221 Düsseldorf
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Parkhaus „Neuer Zollhof“ Düsseldorf
Gehry-Bauten
Neuer Zollhof 3
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ampido Parkplatz Düsseldorf Medienhafen
Kaistraße 5
40221 Düsseldorf
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Parkhaus am Sankt Martinus Krankenhaus
Völklinger Str. 14
40219 Düsseldorf
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