Gemeinsam Laut und Klar: Medienscouts Convention in Düsseldorf
Schulministerium verkündet erneute Förderung der Medienscouts NRW mit 1,65 Mio. Euro
- Rund 250 Medienscouts und Beratungsfachkräfte kamen zur ersten von zwei landesweiten Conventions im Jahr 2026 zusammen.
- Die zweite Convention findet am 15. Oktober in Dortmund statt.
- Schulministerin Dorothee Feller verkündet Fortsetzung der Förderung des Medienscouts-Programms in Höhe von 1,65 Millionen Euro.
Ob in Aachen, Bielefeld oder Duisburg: Die digitalen Herausforderungen junger Menschen ähneln sich. Umso wichtiger ist der Austausch über Erfahrungen, erfolgreiche Prävention und gemeinsame Lösungen im Umgang mit Desinformation, Manipulation oder Cybergrooming. Genau dazu kamen am 15. September rund 250 Medienscouts und Beratungsfachkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zusammen. Die Veranstaltung bildete zugleich den Auftakt eines besonderen Medienscouts-Herbstes: Erstmals finden 2026 zwei landesweite Conventions statt, die zweite am 15. Oktober in Dortmund.
Neben Workshops, Austausch und Vernetzung gab es auf der Medienscouts Convention eine besonders gute Nachricht zu feiern: Schulministerin Dorothee Feller verkündete die Fortsetzung der Förderung von Medienscouts NRW. Das Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen stellt dafür von 2027 bis 2029 insgesamt 1,65 Millionen Euro bereit.
„Es ist toll, dass Sie sich alle der wichtigen Aufgabe widmen, jungen Menschen Orientierung im Dschungel der Sozialen Medien zu bieten und Risiken beim Konsum der Kanäle zu verringern“, sagte NRW-Schulministerin Dorothee Feller auf der Convention zu den anwesenden Medienscouts und Beratungslehrkräften. „Es braucht Euch als Medienscouts mehr denn je – gerade in einer Zeit, in der Desinformationen, Gewalt und Radikalisierung vermehrt im digitalen Raum stattfinden und durch KI zusätzlich begünstigt werden. Denn es geht letztlich um nicht weniger als den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachfolgender Generationen und den Erhalt unserer Demokratie.“
Dr. Petra Gerlach, stellvertretende Direktorin der Landesanstalt für Medien NRW: „Genau wie virale Trends und bekannte Memes machen auch Desinformation, Manipulation oder Cybergrooming nicht an Schulhofgrenzen halt. Umso wichtiger ist es, dass Medienscouts ihre Erfahrungen teilen, voneinander lernen und erfolgreiche Ideen weitergeben. Die Fortsetzung der Förderung der Medienscouts NRW gibt diesem Engagement Rückenwind. Gerade auf der Convention wird deutlich, wie wertvoll der landesweite Austausch für die Arbeit der Medienscouts an ihren Schulen ist.“
Kritisch denken, Wissen teilen, anderen helfen
An mehr als 1.300 Schulen in Nordrhein-Westfalen sind Medienscouts wichtige Ansprechpersonen für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Häufig geht es dabei um Fragen zu Sozialen Netzwerken, Cybermobbing, Datenschutz oder problematischen Kontakten im Netz. Die speziell ausgebildeten Schülerinnen und Schüler hören zu, vermitteln Wissen und unterstützen dabei, geeignete Hilfs- und Beratungsangebote zu finden.
Für Medienscouts Clara von den Schulen der Brede in Brakel bedeutet ihr Engagement vor allem, Orientierung zu geben und andere zu unterstützen: „Medienscout zu sein heißt für mich, nicht alles zu glauben, was man online sieht, und anderen zu helfen, damit umzugehen und zu verstehen, dass sie damit nicht allein sind.“
Welche Entwicklungen die Medienscouts aktuell besonders beschäftigen, zeigte sich im Programm der Convention: In Workshops und Diskussionsformaten ging es unter anderem um Desinformation und Manipulationsstrategien im Netz, Radikalisierungsdynamiken auf digitalen Plattformen sowie Sextortion. Die Formate griffen damit Themen auf, die auch im Schulalltag der Medienscouts zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gemeinsam erarbeiteten sie Strategien und Handlungsempfehlungen, die sie anschließend direkt an ihre Schulen weitergeben können.
Erstmals bot die Convention zudem einen Workshop mit dem WDR-TikTok-Kanal nicetoknow an. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die journalistische Aufbereitung von Informationen für junge Zielgruppen auf TikTok.
Zum Abschluss der Convention zeigte Content Creator Jon Mesenberg, wie politische und gesellschaftliche Themen auf Social Media verständlich vermittelt werden können und warum Medienkompetenz im Umgang mit Informationen wichtiger denn je ist.
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