Noch mehr Austausch, noch mehr Medienkompetenz: Medienscouts Convention in Dortmund
Zweite Medienscouts Convention bringt rund 300 Medienscouts und Beratungsfachkräfte zusammen
- Rund 300 Medienscouts und Beratungsfachkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen zur zweiten landesweiten Convention 2026 in Dortmund zusammen.
- Erstmals fanden in diesem Jahr zwei Medienscouts Conventions statt, um noch mehr Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer zu ermöglichen.
- Workshops und Diskussionsformate griffen aktuelle Herausforderungen wie Desinformation, Radikalisierung und Sextortion auf.
Der Medienscouts-Herbst geht in die nächste Runde: Nach dem erfolgreichen Auftakt in Düsseldorf machte die Medienscouts Convention am 15. Oktober Station in Dortmund. Rund 300 Medienscouts und Beratungsfachkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen im Kongresszentrum zusammen, um sich zu aktuellen Herausforderungen der digitalen Welt auszutauschen. Erstmals fanden 2026 damit zwei landesweite Conventions statt. Dadurch schafft die Landesanstalt für Medien NRW zusätzliche Möglichkeiten für Vernetzung, Wissenstransfer und gemeinsame Lösungsansätze.
Ob Desinformation, Manipulation, Cybergrooming oder Radikalisierung: Die Themen, mit denen junge Menschen online konfrontiert werden, beschäftigen Schülerinnen und Schüler in ganz Nordrhein-Westfalen. Unter dem Motto „Gemeinsam laut und klar“ bot die Convention den Teilnehmenden die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Impulse für ihre Arbeit an den Schulen mitzunehmen.
Dr. Petra Gerlach, stellvertretende Direktorin der Landesanstalt für Medien NRW: „Was Medienscouts jeden Tag an ihren Schulen leisten, zeigt Wirkung weit über das eigene Klassenzimmer hinaus. Denn die Themen, mit denen junge Menschen online konfrontiert werden, kennen keine Schul- oder Stadtgrenzen. Umso wichtiger ist es, dass Medienscouts ihre Erfahrungen teilen, voneinander lernen und erfolgreiche Ideen weitertragen. Dass wir erstmals zwei Conventions in Nordrhein-Westfalen anbieten konnten, zeigt, wie stark dieses Netzwerk in Nordrhein-Westfalen gewachsen ist.“
Starke Partner für aktuelle Medienthemen
Welche Entwicklungen die Medienscouts derzeit besonders beschäftigen, zeigte das Programm der Convention. In Workshops und Diskussionsformaten standen Desinformation und Manipulationsstrategien, Radikalisierungsdynamiken auf Plattformen sowie Strategien gegen Sextortion im Mittelpunkt. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmenden Strategien und Handlungsempfehlungen für den Schulalltag.
Dabei unterstützten zahlreiche Partner die Convention mit eigenen Angeboten: Radio Emscher-Lippe gab Einblicke in journalistische Arbeit und die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Nachrichtenproduktion. Der WDR beteiligte sich erneut mit einem Workshop seines TikTok-Formats nicetoknow, das zeigt, wie journalistische Informationen für junge Zielgruppen aufbereitet werden können. Zum Abschluss der Convention sprach Content Creator Jon Mesenberg darüber, wie politische und gesellschaftliche Themen auf Social Media verständlich vermittelt werden können und warum Medienkompetenz wichtiger denn je ist.
Medienscouts NRW: Erfolgsmodell wird fortgeführt
An mehr als 1.300 Schulen in Nordrhein-Westfalen unterstützen Medienscouts ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bei Fragen rund um Soziale Netzwerke, Desinformation oder problematische Kontakte im Netz. Die speziell ausgebildeten Jugendlichen hören zu, vermitteln Wissen und helfen dabei, passende Beratungsangebote zu finden.
Mit einer Förderung von insgesamt 1,65 Millionen Euro sichert das Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen die Fortsetzung von Medienscouts NRW bis 2029. Die entsprechende Zusage hatte NRW-Schulministerin Dorothee Feller bereits bei der ersten Convention in Düsseldorf bekannt gegeben.
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