Immer mehr Menschen in NRW nutzen Radio über DAB+ und Webradio
Audio Trends 2026: NRW hört digitales Radio
Das Hören über digitale Empfangswege gewinnt weiter an Fahrt. Zugleich bleibt Radio in Nordrhein-Westfalen ein fester Bestandteil des Medienalltags: Rund 90 Prozent der Nordrhein-Westfälinnen und -Westfalen schalten innerhalb von vier Wochen ein, an einem Tag erreicht Radio durchschnittlich 10,7 Millionen Hörerinnen und Hörer. Mit einer täglichen Nutzungsdauer von 241 Minuten liegt Nordrhein-Westfalen zudem nahezu auf Bundesniveau. Das zeigen die NRW-Ergebnisse der aktuellen „Audio Trends“, der jährlichen Studie der Medienanstalten zur Entwicklung des Audiomarktes.
Digitale Empfangswege gewinnen weiter an Bedeutung
Besonders dynamisch entwickelt sich laut der Studie die Nutzung digitaler Verbreitungswege. Bei DAB+ hören inzwischen rund 4,8 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen innerhalb von vier Wochen Radio, beim Webradio sind es rund 4,4 Millionen. Die Tagesreichweiten beider Empfangswege haben sich gegenüber den Vorjahren damit erhöht.
Insgesamt nutzen inzwischen zwei Drittel der Radiohörerinnen und -hörer DAB+ oder Webradio. 43 Prozent der Studienteilnehmenden gaben an, einen dieser digitalen Empfangswege am Vortag genutzt zu haben. Diese Entwicklung ist mit Blick auf die wirtschaftlich herausfordernde Situation des Radiomarktes besonders relevant, da digitale Verbreitungswege zusätzliche Reichweiten schaffen und neue Möglichkeiten für die Vermarktung von Radioangeboten eröffnen können.
„Audio ist und bleibt ein Reichweitenmedium. Kaum ein anderes Medium erreicht die Menschen in Nordrhein-Westfalen so regelmäßig und verlässlich im Alltag. Das ist eine gute Nachricht für die Medienvielfalt, für die demokratische Öffentlichkeit und für einen Audiomarkt, der auf einer starken Nutzung aufbauen kann. Die wachsende Bedeutung digitaler Verbreitungswege zeigt zudem, dass Radio seine Stärken erfolgreich in die digitale Zukunft überträgt“, sagt Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.
Gute Voraussetzungen für weiteres Wachstum
Die Voraussetzungen für weiteres Wachstum sind vorhanden: 39 Prozent der Bevölkerung verfügen über mindestens ein DAB+-Gerät, mehr als jede vierte Person hat Zugang zu einem DAB+-Autoradio. Nordrhein-Westfalen liegt beim Zugang zu digitalem Radio damit genau im Bundesdurchschnitt
Trotz des vergleichsweise späten Starts von DAB+ in Nordrhein-Westfalen liegen die Nutzungswerte inzwischen nahezu auf Bundesniveau. Gleichzeitig zeigt sich ein Aufwärtstrend: Der Anteil der Menschen, die DAB+ in den letzten vier Wochen genutzt haben, stieg laut der Befragung seit 2024 von rund 26 auf 32 Prozent.
Auch aus Sicht der privaten Anbieter fallen die Ergebnisse positiv aus. Über DAB+ erreichen private Programme in Nordrhein-Westfalen mit 131 Minuten pro Tag die höchste Verweildauer und liegen damit vor den Programmen der ARD (125 Minuten).
Zur Studie
Die jährlichen Audio Trends der Medienanstalten sind ein unabhängiger Indikator für die Entwicklung des digitalen Hörfunkempfangs in Deutschland. Sie bieten der Branche und der Regulierung zuverlässige Einblicke in aktuelle und zukünftige Entwicklungen im Audio-Bereich. Die Ergebnisse basieren auf einer Sonderauswertung der ma Audio. 2024 wurden die Daten zur Nutzung digitaler Radioprogramme erstmals als Sonderauswertung der im Markt allgemein anerkannten Reichweitendaten der agma erhoben.
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