Schlungen für das Community-Management

Hasskommentare moderieren lernen, konstruktive Online-Debatten fördern

Meinungen, die im realen Leben oft nur von wenigen offen vertreten werden, erreichen im Internet deutlich schneller eine größere Anzahl von Menschen. Insbesondere Hassrede verbreitet sich in sozialen Netzwerken, Foren und Kommentarspalten redaktioneller Medien im Netz immer rasanter und immer häufiger. Dies stellt Redaktionen zunehmend vor die Frage: Wie gehen wir angemessen damit um? Und wie fördern wir eine konstuktive Diskussionskultur?

"Hasskommentare moderieren lernen"

Mit der Veröffentlichung des Schulungskonzepts "Hasskommentare moderieren lernen" bietet die Landesanstalt für Medien NRW Redaktionen Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Umgang mit Hasskommentaren im Netz. Das Konzept besteht aus einer didaktisch-methodischen Anleitung und einer flexibel gestaltbaren PowerPoint-Präsentation für die Workshopleitung sowie umfangreichem Handout-Material für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zu den Inhalten gehören strukturierte Fachinformationen über die Gefahren und möglichen Folgen von Hate Speech, sprachliche und inhaltliche Muster der Hassrede und online-spezifische Diskursdynamiken. Grundzüge des Community-Managements werden ebenso thematisiert wie gesetzliche Rahmenbedingungen, virtuelles Hausrecht und effektive Moderationstaktiken im Umgang mit der Online-Community.

„Hallo liebe Community!“

Bestärkende Moderation in Kommentarspalten verbessert die Qualität der Diskussion und die Wahrnehmung von Medienmarken. Das hat das Forschungsprojekt „Hallo liebe Community!“, das Prof. Dr. Marc Ziegele und Dominique Heinbach von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW durchgeführt haben, eindrucksvoll gezeigt. Ab sofort können Redaktionen in bestärkender Moderation geschult werden.

Basierend auf den Ergebnissen der Studie ist ein neues Schulungskonzept entstanden, das Community-Managerinnen und -Managern den Werkzeugkoffer der „Empowerment-Moderation“ an die Hand gibt. Diese soll dabei unterstützen, mit der Community in Kontakt zu treten, sich wertschätzend und auf Augenhöhe zu begegnen und so Hass vorzubeugen. Insgesamt umfasst das Schulungskonzept drei Moderationsstile, die bedarfsorientiert in journalistischen Redaktionen und im Community-Management eingesetzt werden können. Ziel der Schulung ist es, diese kennen und anwenden zu lernen.

Auch das Material zum neuen Schulungskonzept „Hallo liebe Community!“ umfasst eine didaktisch-methodische Anleitung und eine flexibel gestaltbare PowerPoint-Präsentation für die Workshopleitung. Außerdem gehören ein umfangreiches Handout-Material zum Nacharbeiten der einzelnen Moderationsstile und zahlreiche Übungsmaterialen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um ihre Moderationsstrategien selbst weiter zu verbessern, zum Schulungskonzept.

Die Schulungsunterlagen "Hallo liebe Community" zum Download

Wer sich außerdem von Expertinnen und Experten weiterbilden lassen möchte, kann unsere Schulungstermine wahrnehmen. Am 1. April (9 bis 13 Uhr) und am 8. April (13 bis 17 Uhr) 2022 finden erste digitale Schulungstermine mit der Autorin und dem Autor der Studie „Hallo liebe Community“, Dominique Heinbach, M.A. und Prof. Dr. Marc Ziegele statt. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich:

Sollten Sie Interesse an einer redaktionsinternen Schulung haben, kontaktieren Sie uns gerne. Individuelle Schulungstermine sind nach Absprache ebenfalls möglich.