Zur Übersicht Di, 26. Juni Berlin

LFM-NRW-Studie stellt konkrete Maßnahmen zum Umgang von Redaktionen mit Hasskommentaren im Netz vor

Einladung zum Pressegespräch am 26.06.2018 in Berlin

Hassrede und Verleumdung prägen zunehmend die Kommentarspalten von journalistischen Online-Angeboten. Diese unqualifizierten Debatten sind für Nachrichtenanbieter, ihre Redaktionen und die Nutzer gleichermaßen unerwünscht und frustrierend. Gezielte Steuerungs- und Moderationsstrategien können dazu beitragen, dass Online-Redaktionen diese teilweise ausufernde Debattenkultur zivilisieren.

Wie geraten Online-Debatten außer Kontrolle und was können Redaktionen tun, um Hassrede auf ihren Online-Angeboten wirksam zu verhindern? Wie können sie die Funktionsweise von Algorithmen dafür sinnvoll nutzen?

Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat hierzu einen Zehn-Punkte-Plan gegen Hassrede im Netz und ein grundlegendes Whitepaper „Hasskommentare im Netz. Steuerungsstrategien für Redaktionen“ im Rahmen eines LFM-NRW-Forschungsprojekts mit Unterstützung der Google Germany GmbH erarbeiten lassen. Die Ergebnisse zeigen empirisch entwickelte und praktisch-experimentell erprobte Ansatzpunkte auf, wie Redaktionen wirkungsvoll gegen Recht- und Rücksichtslosigkeit im Netz vorgehen können.

Die Ergebnisse dieser Studie, die ein Team um Prof. Dr. Stephan Weichert, Hamburg Media School (HMS), und Dr. Leif Kramp, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung an der Universität Bremen, durchgeführt hat, werden in einem Pressegespräch im Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz vorgestellt.
Neben den verantwortlichen Wissenschaftlern stehen die projektbeteiligten Praxispartner von Deutschlandfunk Kultur, Mediengruppe RTL Deutschland, RP Online, Spiegel Online und tagesschau.de für Gespräche zur Verfügung.

Eine Teilnahme ist aus Platzgründen nur mit Einladung möglich.