Bürgermedien

Ich als mein eigener Programmdirektor?

Bürgermedien ermöglichen es Menschen in NRW, eigene Beiträge im Radio und im Fernsehen zu produzieren und sie in die Öffentlichkeit zu bringen.

Bürgermedien sollen durch vielfältige Inhalte das publizistische Angebot ergänzen und so zur gesellschaftlichen Meinungsbildung beitragen.

Bürgermedien in NRW: Das sind der Bürgerfunk, das Bürgerfernsehen und das Campusradio. Medienformen also, zu denen das Landesmediengesetz einen unmittelbaren Zugang (Partizipation) der Bürger ermöglicht. Alle drei Formen sind durch das Gesetz unter der Überschrift "Bürgermedien" in einem eigenen Abschnitt zusammengefasst.

Positionspapier Bürgermedien


Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen intensiviert mit einem neuen Positionspapier zur Zukunft der Bürgermedien die Debatte um bürgerschaftliches Engagement in und mit Medien und stellt eine Änderung bei der Förderung in Aussicht. Die Medienkommission hat das Papier in ihrer Sitzung am 30. Oktober verabschiedet.

Wir wollen damit sicherstellen, dass sich Bürgerinnen und Bürger auch in einer digitalen Welt gleichberechtigt und möglichst umfassend am medialen öffentlichen Meinungsbildungsprozess beteiligen können. Bürgerinnen und Bürger sollten so unterstützt werden, dass sie möglichst ungehindert und selbstbestimmt am medialen öffentlichen Diskurs teilhaben können. Es gilt dabei auch, die Ziele und Instrumente der bisherigen Förderung der Bürgermedien zu überprüfen und neu auszurichten.

Mit Hilfe der sog. partizipativen Medienarbeit können Menschen nicht nur einen ganz praktischen Einblick in die Welt der elektronischen Medien nehmen. Mittels des "learning by doing"-Prinzips können interessierte Bürger in einem Team von Gleichgesinnten ihre eigenen Hörfunk- und Fernseherfahrungen machen. Und ihre Beiträge im Radio oder im TV verbreiten. Im Radio geht das in den „Bürgerfunksendungen“ der 44 Lokalradios in NRW, im Fernsehen ist „NRWision“ der Ansprechpartner. NRWision ist von der Landesanstalt für Medien lizenziert und strahlt TV-Beiträge seit 2016 über einen eigenen digitalen Kabelkanal aus.

Menschen, die sich fürs Mitmachen interessieren, erhalten  z. B. zur Technik und Produktion und zum Umgang mit Sprache und dem Sprechen, Hilfestellung: Seit dem 1. Juli (2019) arbeiten in NRW sechs Regionalstellen als Ansprechpartner für bürgermedial Interessierte. Nehmen Sie Kontakt auf!

Wir haben die bisherige Förderung (durch Geld und Technik) umgestellt und werden nicht mehr, wie bisher, einzelne Qualifizierungsmaßnahmen und Projekte vor Ort fördern. Der Weg der Bürgermedien in die digitale Welt wird künftig neu gestaltet: z.B. durch die neue Bürgermedienplattform.

Zusätzlich wollen wir  Impulse geben für das sog. cross- und multimediale Produzieren. Dafür setzen wir auf neue digitale, netzgestützte Qualifizierungsangebote.